Die verwendete Verstärkertechnik ist ebenfalls besonders. Aavik Acoustics stellt Switched Mode Amplifier her, aber nicht mit der üblichen Triangle Modulation, sondern Michael Børresen verwendet Sinus Wave Modulation. Diese fortschrittliche Technik vermeidet die typische Härte, die viele Switched Mode Verstärker haben. Die Aavik Acoustics Komponenten klingen alle stressfrei und sehr musikalisch.
Zunächst können wir über die Verstärker der 180/280/580 Serie von Aavik Acoustics sprechen, da sie einen wichtigen Teil der Aavik DNA bilden. Es werden 8 Verstärker hergestellt, von ungefähr € 6.000,00 bis € 30.000,00 und alle Verstärker enthalten im Grunde denselben Ausgangsversärker. Und somit auch die gleiche Leistung. 2 x 300 Watt bei 8 Ohm und 2 x 600 Watt bei 4 Ohm. Der Ausgangsverstärker ist ein Pascal Klasse D Verstärker, basierend auf Sinuswellen statt Sägezahnwellen, und die akustischen Qualitäten können sich mit den besten Verstärkern messen, sogar mit Zero Feedback, Single Ended, Klasse A Röhrenverstärkern. Ja, das hätten wir nicht erwartet. Der Ausgangsverstärker ist also nur in geringerem Maße verantwortlich für das musikalische Endergebnis. Der günstigste Verstärker von Aavik Acoustics ist derzeit der I-180.
Dieser Verstärker schlägt die meisten Verstärker unter 10.000 Euro, die wir kennen, um Längen. Der Klang ist so schön, fein, ruhig, beherrscht aber auch verfeinert, und man kann Abend für Abend zuhören. Die teureren Verstärker, zum Beispiel die I-280 oder I-580, oder auch die U-280 und U-580, haben denselben Ausgangsverstärker wie die 180er Serie, klingen aber trotzdem noch besser. Der Unterschied liegt im Gehäuse und der Menge der angewandten Anti-Noise-Techniken. Die teureren Serien haben zum Beispiel viel mehr aktive und passive Teslacoils eingebaut, mehr und teurere Dithertechniken, massive Titantium-Füße, Titanium-Resonanzkontrollen, ein reines Kupferchassis, Anti Aerial Resonance Controller und mehr. Diese Techniken ermöglichen die Verfeinerung des Klangs, wodurch die 280er und 580er Serien noch besser klingen als die 180er Serie.
Eine Hörsitzung mit dem Blumenhofer Gran Gioia 2x10 mit dem Aavik Acoustics P-280 Leistungsverstärker und dem sehr verfeinerten Western Electric WE91E und dem mächtigen Melody Everest 845, sowie dem Audio Research REF75SE macht deutlich, dass sich Aavik mühelos behauptet. Der Blumenhofer ist nun ein hocheffizienter (95dB) Lautsprecher mit einer Impedanz von 8 Ohm, also das Domäne für Low-Power-Röhrenverstärker, daher ist es umso beeindruckender, dass sich der Aavik P-280 hier vollständig bewährt. Der Aavik P-280 klingt auf den Blumenhofers schön rund, verfeinert, sehr detailliert ohne dünn zu klingen, und die Kontrolle ist hervorragend. Er fliegt nirgends aus der Kurve und klingt sehr räumlich und musikalisch. Wir wagen es, die Aavik Verstärker gegen jeden beliebigen Verstärker zum Vergleich zu stellen. Die Chancen sind sehr groß, dass Sie, genau wie wir, von den musikalischen Qualitäten von Aavik tief beeindruckt sein werden. Es ist jedoch wichtig, den Aavik Acoustics P-280 auf Ansuz Darkz zu stellen, aber das gilt eigentlich für alle Aavik Acoustics Produkte. Ein Aavik Gerät gehört auf Darkz. Punkt.
Wir sind also positiv überrascht von der Klangqualität der Aavik Verstärker. Sie sind kompakt, resonanzarm und nicht bleischwer, aber die Klangqualität ist phänomenal.
Aavik hat kürzlich auch ihre absoluten Topmodelle angekündigt. Die 880er Serie bestehend aus dem I-880, dem C-880 und dem P-880. Dies sind große und schwere Kupfermaschinen, die vollständig in Klasse A eingestellt sind. Also andere Technik als die 180/280 und 580er Serien. Sie versprechen, phänomenale und grenzüberschreitende Verstärker zu werden, aber leider ist die 880er Serie solide bepreist. Grenzüberschreitende Technik, aber leider nicht für jeden erschwinglich.
Ohm-Audio BV 2023-02